Mittwoch, 24. Dezember 2008
23.Dezember
Einer der schwersten Tage im Jahr.
Der Geburtstag meines Bruders gehörte all die Jahre über zum Weihnachtsfest einfach mit dazu. Erst wurde das eine gefeiert, dann das andere, aus dem einen Fest hinaus in das andere hinein. Und nun gibt es schon seit so vielen Jahren dieses erste Fest nicht mehr. Sicherlich denkt jeder in unserer Familie ganz im Stillen für sich an seinen Geburtstag, aber viel zu unterschiedlich gehen wir damit um, als dass wir es gemeinsam tun könnten.

Und Weihnachten ist irgendwie nicht mehr Weihnachten. Mein Vater zieht sich zurück und meine Mutter erträgt Weihnachten schon lange nicht mehr. Eine Zeitlang ging es wieder, zusammen mit den Kindern, und als wenigstens ich eine heile Familie hatte, da ging es auch für sie. Aber jetzt nicht mehr. Heiligabend feiern wir ohne Oma und Opa, denn der Geburtstag, den es nicht mehr gibt, hat Weihnachten zerstört.
Und ich? Ich bastele mir mein eigenes Weihnachten. Ohne die alten Traditionen, mit ganz neuen Bräuchen. Ich bastele an diesem Weihnachten herum für mich und die Kinder, für die sich die neuen Bräuche jetzt schon gewohnt und richtig weihnachtlich anfühlen. Für mich ist es dennoch fremd.
Und ich bin froh, dass ich all diese Jobs zu spielen habe in diesen Tagen.

Und die Kerze, die ich heute angezündet habe, brennt nicht für Weihnachten. Es ist eine Geburtstagskerze. Bin mit meinem Herzen ganz bei diesem Geburtstag, den kein Mensch mehr feiert. Und dennoch werde ich mir Weihnachten auf Dauer nicht kaputt machen lassen.

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Vielleicht ist das eher einer der Beiträge, zu denen man einfach nichts schreibt, weil sie so schön und komplett alles sagen, was es zu sagen gibt in solchen Momenten.

Da ich mich aber so gefreut habe, wieder einen Beitrag von Ihnen zu lesen...wollte ich Ihnen wenigstens schreiben, dass ich mich gefreut habe. ;-)

Erleben Sie ein waches Gedenken und ein wunderschönes Weihnachten.

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Danke!
Und freut mich, dass Sie sich gefreut haben. :-)

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:-)

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Ich versuch nun schon seit Tagen, was irgendwie Sinntragendes hierhin zu kommentieren, und doch kommt nichts dabei rum.

Auch für mich ist, allerdings erst seit letztem Jahr, der Dezember ein derart bedeutungsbeladener Monat. Ich habe noch keine rechte Ahnung, wie ich angemessen damit umgehen könnte oder werde, aber Ihr Beitrag hier, der macht mir Mut.
Dass es irgendwann eine Art Normalität mit dem Thema geben wird. Danke dafür.

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