Freitag, 5. Februar 2021
WMDEDGT 02/2021
Heute keine Lust.
Daher nur ganz kurz zusammengefasst:
Vormittags beim Zahnarzt gewesen, da mir die Krone vom Implantat mal wieder abgefallen war und neu zementiert werden musste.
Anschließend einkaufen gewesen und danach eigentlich nichts nennenswertes mehr getan.

Interessantere Schilderungen des heutigen Monatsfünften finden Sie wie immer bei Frau Brüllen.

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Dienstag, 5. Januar 2021
WMDEDGT 01/2021
Wie an jedem Monatsfünften fragt Frau Brüllen auch heute wieder, was wir alle so tun den ganzen Tag.

Keine Ahnung, ob sich irgendjemand dafür interessiert, was ich so mache, aber ich dachte mir, pack ich mal die Gelegenheit beim Schopfe und mach mal wieder mit. Und sollte ich es das ganze Jahr über durchhalten, dann hätte ich immerhin 12 mal mehr gebloggt als im letzten Jahr. Und jedes Jahr, das anders ist als das vergangene Jahr, ist ein gutes Jahr.

Et voilà:

Mit heftigen Schmerzen aufgewacht. Schulter, Nacken, Rücken - die ganze rechte Seite, als auch der rechte Oberarm. Im Arm eine Mischung aus Schmerz und Taubheit, elektrisch. In den letzten 39 Jahren nur einen einzigen schmerzfreien Tag gehabt. So zermürbend.

Fernseher an, um die Aufnahme der Bischofshofenquali zu programmieren.
Spülmaschine ausgeräumt, dabei im Frühstücksfernsehen alles über die perfekte Bratkartoffelzubereitung gelernt. Umgeschaltet auf Radio. Einen weiteren Mainstreamsong auf die Karaoke Playlist gesetzt.
Porridge mit Mandelmus, Banane, Apfel und Walnüssen. Und zwei Ibus dazu.
Zurück zum Frühstücksfernsehen. Winterberg, WTF? Haben die alle vor ihrer Haustür keinen Platz zum durch die Gegend laufen?
Fernseher aus.
Eine Runde Wordfeud. Die Partie gegen Herrn Kaktus leider inzwischen aussichtslos, aber vielleicht kann ich gegen Frau Stedtenhopp ja noch was reißen.
Schmerzen werden schlimmer, träume von einer Botoxspritze ins Genick. Keine Erfahrung damit, aber in der Vorstellung fühlt es sich super an.

Bolognesesauce gekocht. Und Tee, Orange-Ingwer.

Wanderschuhe geschnürt für die obligatorische tägliche Neujahrsvorsatzspazierrunde. Ohnehunderunde, jedenfalls was mich betrifft. Kurz nochmal die Bolognese umgerührt, riecht fantastisch. Kurzhaarfrisur mit Stirnband sieht bescheuert aus. Migränenotfallmedikament eingepackt. Und raus.

Frau mit Hund überholt.
Von anderer Frau überholt worden. Joggt sie, walkt sie, oder spaziert sie einfach nur doppelt so schnell wie ich? Ich kann es nicht festmachen.
Joggerin in rosa kommt mir entgegen. Kurz danach scheint sie gewendet zu haben, jedenfalls überholt sie mich. Die rosa Jacke auf der Rückseite voller Schlammspritzer, wie beim Fahrradfahren ohne Schutzblech.
Komme an dem Baumstumpf vorbei, den ich beim abendlichen Neujahrsspaziergang in der Dunkelheit noch für eine Katze gehalten hatte. Und an der Bank, auf der ich vorgestern das Saarsteinschaf ausgesetzt habe. Es scheint inzwischen adoptiert worden zu sein, sehr schön.
Gassigängerauto parkt. Ein Paar und zwei Hunde steigen aus. Der Mann sieht sehr, sehr krank aus. Tut mir leid.
Telefonierende Frau in roter Winterjacke kommt mir entgegen. Und eine Pudelmützenfrau, geschminkt.
Dann der bärtige Franzose, dem ich in den letzten Tagen schon mehrmals begegnet bin. Inzwischen scheint auch er mich zu kennen.
Strickmützenmann.
Ehemaliger Schülervater, unbemützt.

Wieder daheim.

Von der Paketbotin die neue Bettwäsche entgegengenommen.
Bolognese gespeist. Schmeckt vorzüglich, bin sehr zufrieden mit meinem Morgen-Ich. Lust auf ein Glas Wein dazu, aber geht ja nicht wegen Unterricht nachher.
Ach, was soll’s. Oh, steht gar keiner kalt. Nuja, dann eben Cremant. Zum Wohl!

Ein Wort mit dem Studenten gewechselt.

Mit der Lieblingskollegin einen gemeinsamen Spaziergang am Wochenende geplant.

Geduscht. Und Camouflage unter die Augen.

Onlineunterricht von 14:00 Uhr bis 20:00 Uhr mit kurzen Pausen zwischendurch. In den Pausen Wäsche abgehängt, Bett neu bezogen und das Glas Cremant ausgetrunken. Und Geige geübt. Und Hirnfrost bekommen von einem viel zu schnell heruntergestürzten eisgekühlten Smoothie.

Nach dem Unterricht bei DSDS hängen geblieben, dabei will ich ja eigentlich die Bischofshofenquali gucken. Nun, dann halt eben im Anschluss.

Ah, und den morgigen Tag muss ich gleich noch planen. Sieht so aus, als müsse ich früh aufstehen, um den Spaziergang irgendwo unterzubringen und nicht schon am sechsten Tag mit dem Neujahrsvorsatz zu brechen.

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Freitag, 4. Mai 2018
Grundschullieben
Naja, Liebe ist an sich zuviel gesagt. Aber wie das in der Grundschule oder im Kindergarten halt so ist, da ist ja meist irgendjemand, den man später, also irgendwann halt mal, heiraten möchte.
In der Grundschule war das bei mir in erster Linie der L., unser Klassenchamp. Der L. war derjenige, der als einziger Junge oft auf Mädelsgeburtstage mit eingeladen wurde. Wie auch ich oft als einziges Mädchen bei den Jungsgeburtstagen zugegen war. Zu meinem Leidwesen wurde manchmal auch noch die A. mit eingeladen. Oder, ganz schlimm, zuweilen kam es vor, dass nur die A. eingeladen wurde und ich nicht, dann konnte ich sie erst recht nicht leiden.
Das, was die A. bei den Mädchen war, war der W. bei den Jungs, also auch der W. tauchte manchmal zusätzlich zum L. bei den Mädelsgeburtstagen mit auf. Was zur Folge hatte, dass ich mich nie recht entscheiden konnte, wen ich denn später mal nun heiraten sollte, den L. oder den W.
Wobei ich den L. wesentlich besser kannte als den W., da unsere Mütter die Sache sehr forcierten. Nachdem der Schulfotograf da war, sollten wir uns beispielsweise treffen, um dem jeweils anderen ein Foto von sich zu überreichen. Und aus babysittertechnischen Gründen kam es auch schon mal vor, dass ich beim L. übernachtete oder er bei mir. Die Bemühungen unserer Mütter nervten mich allerdings sehr, so dass ich mir dachte, es sei vielleicht doch besser, später lieber den W. zu heiraten. Interessanterweise hatte ich mit dem W. gar nicht viel zu tun, aber eine spätere Hochzeit schien mir durchaus adäquat.
Und dann kam die Geburtstagsfeier vom C. Es war eine Faschingsparty, die A. war nicht eingeladen und alle sollten sich als Cowboy verkleiden, auch ich. Also bediente ich mich an der Kostümkiste meines Bruders und hatte viel Spaß. Ein Highlight dieser Geburtstagsparty war die große Gefriertruhe im Keller des C., die in meiner Erinnerung bis oben hin mit Eis gefüllt war. Und es gab eine Tischtennisplatte im Keller des C., was ich auch sehr toll fand. Den C. besuchte ich in der Folgezeit sehr häufig, wir aßen Eis und spielten Tischtennis, und ich fand alles sehr prima. Vor allem gab es keine nervigen Mütter und es wurden keine Gedanken an spätere Hochzeiten verschwendet, so dass alles viel unverkrampfter war als mit dem L. oder dem W. Der C. schrieb außerdem Büttenreden, das war auch amüsant. Ich habe die Zeit sehr genossen.
Tja, aber dann geht die Grundschulzeit zu Ende, jeder geht auf eine andere Schule und man verliert sich aus den Augen.
In der Oberstufe waren der L., der C. und ich dann zwar wieder auf derselben Schule, aber wir fanden nicht wirklich wieder Kontakt zueinander.

Vom W. habe ich ewig nichts mehr gehört. Kürzlich erreichte mich eine Mail mit der Information, dass er eine Kontaktanfrage an mich geschickt hatte auf einem dieser Berufsportale, aber es gelang mir nicht, mich einzuloggen.

Und wie es der Zufall so wollte, hatte ich gestern zusammen mit meiner Mutter einen sehr wichtigen Termin bei der Frau vom C., da ließ ich es mir nicht nehmen, auch dem C. noch kurz Hallo zu sagen, dessen Büro ganz in der Nähe war.
Ich fand mich wieder inmitten von Aktenbergen in einem dermaßen rauchgeschwängerten Raum, dass ich kaum Luft bekam und überlegte die ganze Zeit, an welche amerikanische Detektiv- oder Kriminalserie mich dieses Setting erinnerte. Spontan dachte ich an Columbo, aber Google spuckt mir keine Aktenstapel aus in dessen Büro.
Der C. erzählte, dass er immer noch Kontakt zum L. und zum W. hat, das fand ich sehr lustig. Wahrscheinlich ist das Leben ein komplett anderes, wenn man niemals die Stadt verlässt, in der man aufgewachsen ist.

Mal schaun, ob ich es doch noch schaffe, mich bei dem Berufsportal einzuloggen, um zu sehen, was aus dem W. so geworden ist. Vielleicht hat er ja eine Tischtennisplatte im Keller. Oder Eis.

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