Montag, 26. Januar 2009
Der Pessimist
Er suchte das Haar in der Suppe und fand einen Wurm.

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Wirres Zeug vom Montag
Bei dem Essen werde ich die Du-Schnittstelle sein.

Sich ohne Verabredung in einer Großstadt sechs Mal zufälllig über den Weg zu laufen, ist schon fast eine unheimliche Angelegenheit.

Perlen, Säue,
Telefonauskunft.

Und der Saxofonist mit Silke.

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Donnerstag, 22. Januar 2009
Frühjahrsputz der Verhaltensweisen
Das Schlafverhalten.
Das Essverhalten.
Und am besten auch den ganzen Rest.
Ändern, jetzt sofort.

Die Sonne scheint.

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So präsent
All das aufzugeben.
Ich werde es nie verstehen.

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Mittwoch, 21. Januar 2009
Come on without
Im Traum.
Christiane, eine gute Bekannte und Mutter des Fünftklässlerfreundes, hält den Gottesdienst. Wir befinden uns in einem Klassenraum, sie steht vorne an der Tafel und ich sitze in der letzten Reihe.
Christiane stimmt ein Lied an, "Die Blümelein, sie schlafen". Und fordert uns zum Mitsingen auf und legt ein ziemliches Tempo vor, dem eines Schlafliedes eher unangemessen. In Loveparade-Manier, nicht, dass ich je auf einer gewesen wäre, raved sie vorne an der Tafel hin und her, mit der Kreide in der Hand. Die Frau des Pfarrers rechts neben mir singt unendlich falsch, was mir ebenso peinlich ist wie meine eigene Textunsicherheit. Ab der zweiten Strophe sollen wir zweistimmig singen. Mir kommt "Mighty Quinn" in den Sinn und bin ganz fasziniert davon, dass es harmonisch wunderbar passt und das "Come on without, come on within" bleibt mein Kontrapunkt zum Blümleinlied. Frage mich, ob ich Katja links neben mir, eine Mutter aus meiner ehemaligen Krabbelgruppe, damit beeindrucken kann, oder ob sie einfach nur denkt, ich mache das aus Bequemlichkeit, weil ich den anderen Text nicht kenne.

Ja, die Botschaft ist angekommen. Nicht schlafen, sondern aufstehen, tanzen, springen. Und zur Not die Pinguine füttern.

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Die Sache mit den 1000 Metern
Also, ich komm da ziemlich leicht durcheinander, und das ist mehr als lästig. Würde ich doch so gerne meinen Gedanken nachhängen beim Bahnen ziehen im kühlen Nass. Stattdessen aber dominieren zahlenorientierte Selbstgespräche den Gedankenfluss. "Siebzehn, siebzehn, siebzehn, du bist bei siebzehn, vergiss das nicht und gleich kommt achtzehn, achtzehn, o wei, wo bin ich denn jetzt, siebzehn oder achtzehn, momentmal, müsste ja rauszukriegen sein, bin ich grad auf dem Hin- oder auf dem Rückweg, ah, Hinweg, also alles klar, du bist bei siebzehn, siebzehn, siebzehn, hast also noch dreizehn vor dir, nein, ach Quatsch, dreiundzwanzig natürlich, also, dann haste ja immerhin schon bald die Hälfte geschafft, wenn du jetzt bei siebzehn bist, siebzehn, siebzehn, siebzehn..."
Dass es hier im Umkreis fast ausschließlich Schwimmbäder mit kurzen 25 Meter Bahnen gibt, erschwert die Sache mit den 1000 Metern immens. Bis 40 zählen ist wirklich keine leichte Sache, wenn man anfängt, auf den 25 Metern dazwischen auch nur einen kurzen Moment mal an etwas anderes zu denken. Am Beckenrand müssten so Zähldinger aufgestellt sein, Torezähler wie beim Tischfussball, und bei jedem Anschlag am Beckenrand dürfte man eine Perle von links nach rechts schieben. Beziehungsweise immer nur auf einer Beckenrandseite dürfte man gleich zwei Perlen weiterschieben, denn wenn auf jeder Seite ein Zähler wäre, müsste man die beiden Ergebnisse erst noch zusammenrechnen und das wäre dann auch wieder verwirrend. Oder diese Klappdinger von "Welches Schweinderl hättens denn gern?", die fände ich auch praktisch. Doch was, wenn pro Bahn mehrere Schwimmer unterwegs sind? Und die fangen dann an, sich zu zanken, weil nicht genug Zähldinger für Alle da sind? Dann doch besser eine rein private Sache, die sich am Handgelenk tragen lässt, vielleicht so etwas in dieser Art, ein Reihenzähler aus dem Handarbeitsbereich, das wäre fein. Richtig schick finde ich den. Ich werde eine chlorwasserresistente Ausführung in Auftrag geben. Und mich bei der Gelegenheit auch gleich mal von der Kinderchlorbrille und dem Zeichentrickelefantenhandtuch lossagen und auf etwas Seriöseres umsteigen.
Oder haben Sie eine bessere Idee?

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