Samstag, 14. März 2009
Die Zweitklässlerin und ihr Hang zum Theater
2. Prinzessin: Ach Schwester, mein Herz fliegt davon, wenn ich an dieses wunderschöne Dorfmädchen denken muss. Wie fändest du es, wenn wir sie mal besuchen würden?

1. Prinzessin: Sollten wir sie wirklich besuchen? Das ist nicht die beste Idee, die du bisher hattest.




Na, da bin ich ja mal sehr gespannt, wie es weitergeht. Mir gegenüber drückt sie sich ja meist weniger poetisch aus. ;-)

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Benjamin
Ein kleines, vertrocknetes Gestrüpp in der Ecke, keine 20 Zentimeter hoch. Doch da war dieser winzige Trieb, wenige Millimeter grüne Hoffnung brachen durch den braunen Stängel. Wenige Millimeter Leben in dieser leblosen Wohnung, die wir räumten in tiefer Sprachlosigkeit.
Es wuchs ein Blatt und noch ein Blatt und dann noch eins und immer mehr. Er blieb an meiner Seite, der Benjamin, als ein Teil von dir, gehegt, gepflegt, besprochen und beschallt. Gemeinsam haben wir neue Wohnungen bezogen und fremde Städte entdeckt. Menschen sind gekommen und gegangen, einige geblieben.
Inzwischen überragt er mich an Größe und ist heute genauso groß, wie du es gewesen bist. Einmal hat er sogar Früchte getragen. Ja, es ist mir gelungen, ihn groß zu ziehen, deinen Benjamin. Und dabei ist mein Daumen normalerweise eigentlich gar nicht mal so besonders grün.

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Donnerstag, 12. März 2009
Gestern
40 Bahnen, 1000 Meter. Und die Lady mit dem Badeanzug war auch wieder da. Beim Rückenkraul den Muskelkater von vorgestern gespürt, den die Muckibude mir verschafft hat.

Einkaufen, kochen, essen. The same procedure as every day. Und Fünftklässlerhausaufgaben. Frau Vau wird ja von Tag zu Tag allgemeingebildeter in letzter Zeit.

Ingelinert mit der Erstklässlerin. Dem Regen durch Davonfahren ein Schnippchen geschlagen. Das Finanzamt von hinten betrachtet und ein Büro entdeckt, da stapeln sich die Akten vor dem Fenster, dass es sich gewaschen hat. Der betroffene Buchstabe tut mir Leid.

Die Ärzte nach der Pfeife tanzen gelassen. Wohl zum ersten Mal im Leben Zweiunddreißigstel dirigiert bekommen. Und ein Bier serviert.

Den Vollmond am nachtblauen Himmel durch die Äste eines kahlen Baums betrachtet. Hab ich wohl tausendmal gezeichnet in meiner Jugend, dieses melancholische Motiv.

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Sonntag, 8. März 2009
Offener Brief
Lieber Seemann,

sorry, aber so oft, wie Du hier liest, finde ich leider gar nicht die Zeit, etwas neues zu schreiben. Schließlich habe ich ein wildes und turbulentes Leben zu führen. Denk Dir doch einfach ein paar eigene Geschichten für mich aus. Kannst Du ja ganz gut.

Viel Spaß dabei wünscht Dir
Deine Frau Violinista

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