Sonntag, 5. Dezember 2010
Trink mit mir ein kleines Bier
Ein wenig peinlich ist dieses Lied ja schon, doch zu meiner Ehrenrettung ist zu sagen, dass es schon ganz viele Jahre alt ist. Es entstand kurz nach der Kindergartenzeit der Viertklässlerin, und da diese ja wie gesagt inzwischen eine Viertklässlerin ist, können Sie sich also selbst ausrechnen, wie lange das her ist. Eine Jugendsünde quasi, und inzwischen bin ich alt und weise und würde so etwas natürlich nie und nimmer mehr singen, und gerade heute erst bekam ich von einer Schülerin vorgehalten, welch wirklich sehr ernste Person ich doch sei.
Also jedenfalls war das damals im Zuge eines Nicole-Double-Auftritts im Kindergarten, für den ich wirklich viel üben musste, weil ich nicht unbedingt eine begnadete Auswendigsängerin bin, und ich war irgendwann diesen ewigen Einbisschenfriedenssingsang leid, und als die Freundin und ich dann auch noch feststellten, dass der Name Achim der am schönsten zu stöhnende Name auf dieser Welt ist, war die Idee zu dieser Version geboren. Mit ganz viel Bier entstanden die beiden Strophen. Und ich finde ja, sie macht das sehr gut, die Freundin, das mit dem Stöhnen. Ihrem Wunsch, anonym zu bleiben, werde ich natürlich entsprechen, allein schon um auch weiterhin die wunderbare Akustik ihrer Küche für weitere Aufnahmen nutzen zu dürfen.
Ach ja, und irgendwelche Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind natürlich frei erfunden. Oder so. Ähem. Wie gesagt, ist lange her.

trink mit mir ein kleines bier (mp3, 1,432 KB)

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Dienstag, 30. November 2010
Blogwichteln 2010 - Ich bin dabei!
Gerade rechtzeitig gestern noch, einen Tag vor Anmeldeschluss, die wundersame Welt der Blogwichtelei entdeckt. Das muss dann ja wohl ein Zeichen sein. Also nicht lang gefackelt und mich angemeldet. Keine Ahnung, was und vor allem wo ich in naher Zukunft wichteln werde, aber ich freu mich schon sehr drauf und natürlich auch ganz besonders auf mein eigenes, mir zugelostes Wichtel hier im Blog.
Und wie gesagt, gestern war es noch ein Tag bis Anmeldeschluss. Falls es also noch mehr Kurzentschlossene geben sollte, heute habt auch ihr noch die Möglichkeit, euch zum Blogwichteln 2010 anzumelden.

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Donnerstag, 25. November 2010
Tango vor dem Schnee
Da diese Aussage an anderer Stelle bisher noch nicht die gewünschte Beachtung fand:
Ich habe zwei Geigen repariert, indem ich sie ganz fest auf dem Boden aufgeschlagen habe.
Teppichboden, zugegebenermaßen. Aber hat trotzdem sehr viel Spaß gemacht. Ab sofort wird jede Schülergeige von mir sorgfältig inspiziert, ob auch sie das nötig hat. Eben weil das so eine freudvolle Tätigkeit ist, dieses Geigen-Aufschlagen auf dem Boden.

Und dann fühlt man sich irgendwie betrunken vor dem Konzert und dabei kommt das nur vom Kaffee, der freundlicherweise so nett dekoriert in der Garderobe daherkommt, und den man höflicherweise trinkt, weil das so nett angerichtet ist und nicht, weil man Kaffee bräuchte vor dem Konzert.
Und von den Schnittchen Verdauungsgeräusche zwischen den einzelnen Nummern.

Nie wieder schwelgerische G-Saiten-Stellen spielen können, ohne dabei die Cellistin zu beobachten, die ihre Fantasien erwähnte, von denen sie bei diesen Stellen überwältigt wird, diese aber nicht näher zu beschreiben gewillt war und so muss ich sie da jetzt immer angucken und dabei mutmaßen, was sie da wohl so denkt und fantasiert.

Um nachzuhören, ob daheim alles in Ordnung ist, telefoniert man mit der Viertklässlerin und sie ist ein wenig besorgt, weil man sich mit "Blutwurst" meldet. Aber sowas kann ja schon mal vorkommen.

Vorkommen kann es auch, dass man auf der Toilette auf den Namen des Beethoven-Stücks angesprochen wird. Und ich so "Äh, Streichquartett? Ähm, vielleicht c-moll??". Mit so etwas wie Opuszahlen kann ich leider nicht dienen. Ich weiß bei jedem Ton, ob ich den höher oder tiefer intonieren soll, ob ich mehr geben soll als die Bratsche, mich irgendwem unterzuordnen oder die Phrase zu führen habe, auf wen ich wann und warum zu gucken und zu hören habe und so manche Takt- und Metronomzahl habe ich durchaus im Kopf. Aber nein, Opuszahlen auf dem Klo habe ich nicht zu bieten. Vielen Dank dennoch für das Gespräch. Bitteschön, und viel Vergnügen noch mit den Tangos im zweiten Teil.

Mit dem Schnee da draußen bin ich übrigens nicht einverstanden. Denn mein Vorhaben, zwei meiner Winterreifen in den Herbstferien erneuern zu lassen ist leider gescheitert. Warum weiß keiner, aber jedenfalls sind da noch keine neuen drauf, und so lange das so ist, erwarte ich einen schneefreien Winter, bitteschön.

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