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Samstag, 26. November 2011
So.
violinista, 11:57h
Jetzt gibt es kein Zurück mehr.
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Familienpuzzle, Teil für Teil
violinista, 01:06h
Klopf, klopf. Guten Tag, ich bin der Herr Schuhverkäufer Senior. Das war der Moment, in dem ich einfach nur noch ganz laut schreien wollte. Und nicht mehr aufhören. Oder kichern ohne Ende.
Und dann die Saarlandrundfahrt, die das Navi mir abends bescherte.
Durch die Dörfer. Unglaublich.
Und dann die Saarlandrundfahrt, die das Navi mir abends bescherte.
Durch die Dörfer. Unglaublich.
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Donnerstag, 24. November 2011
Orientierung
violinista, 23:41h
Neuerdings suche ich zum duschen immer eine Einzelkabine auf. Muss dabei dann daran denken, dass wir im Sozialkundeunterricht lernten, in der DDR gäbe es zwar Wahlkabinen so wie bei uns, aber jeder, der sie dort benutzt, mache sich von vornherein verdächtig. Genau daran muss ich jedesmal denken, wenn ich mit Shampoo und Duschgel hinter der Milchglastür verschwinde. Dass ich mich verdächtig mache. Dass alle sich fragen, warum duscht die nicht öffentlich? Den Grund kann ich Ihnen gern verraten: Ich gucke gern doof beim duschen. Also eigentlich nicht wirklich doof. Sondern einfach nur leer und entspannt. Lasse mir das warme Wasser in den Nacken rieseln und überlasse dabei sämtliche Gesichtsmuskeln der Schwerkraft. Was einfach saublöd aussieht. Und dabei bin ich dann verständlicherweise lieber unbeobachtet.
Überhaupt. Das ganze Schwimmbad für sich zu haben, das wär mal was! Kreuz und quer schwimmen. Und noch blöder gucken können, als man es mit so einer Schwimmbrille ohnehin schon tut.
Und mal richtig Wellen schlagen.
Irgendwie sollte ich außerdem durchsetzen, dass pro Bahn eine Linie an die Decke gemalt wird für mich. Beim Rückenschwimmen treibe ich nämlich fürchterlich ab. Versuchen Sie bitte einmal geradeaus zu schwimmen, wenn Ihre eine Körperhälfte fünf Zentimeter größer ist als die andere und Sie infolgedessen immer abgeknickt im Wasser liegen. Da brauchen Sie eine optische Orientierung. Brustschwimmen und Kraul gehen ja noch. Solange ich eine dieser Linien unter mir habe, kann ich mich wunderbar daran halten. Rückenschwimmen ist da bedeutend schwerer. Da komme ich ganz schön ins Trudeln. Und dabei bemühe ich mich wirklich sehr. Kopf auf die Brust und immer schön den Startblock im Blick behalten, von dem ich mich zunehmend entferne. Der Trick lässt mich annähernd geradeaus schwimmen.
Abgeknickt und dennoch geradeaus. Mit Hilfslinien wäre es wie gesagt einfacher.
Ist wie im Leben. Geht auch nicht immer geradeaus. Und auch wenn ich innerlich geknickt bin, geht es doch immer irgendwie weiter. Nahezu geradeaus. Mit ein paar Hilfslinien am Firmament.
Überhaupt. Das ganze Schwimmbad für sich zu haben, das wär mal was! Kreuz und quer schwimmen. Und noch blöder gucken können, als man es mit so einer Schwimmbrille ohnehin schon tut.
Und mal richtig Wellen schlagen.
Irgendwie sollte ich außerdem durchsetzen, dass pro Bahn eine Linie an die Decke gemalt wird für mich. Beim Rückenschwimmen treibe ich nämlich fürchterlich ab. Versuchen Sie bitte einmal geradeaus zu schwimmen, wenn Ihre eine Körperhälfte fünf Zentimeter größer ist als die andere und Sie infolgedessen immer abgeknickt im Wasser liegen. Da brauchen Sie eine optische Orientierung. Brustschwimmen und Kraul gehen ja noch. Solange ich eine dieser Linien unter mir habe, kann ich mich wunderbar daran halten. Rückenschwimmen ist da bedeutend schwerer. Da komme ich ganz schön ins Trudeln. Und dabei bemühe ich mich wirklich sehr. Kopf auf die Brust und immer schön den Startblock im Blick behalten, von dem ich mich zunehmend entferne. Der Trick lässt mich annähernd geradeaus schwimmen.
Abgeknickt und dennoch geradeaus. Mit Hilfslinien wäre es wie gesagt einfacher.
Ist wie im Leben. Geht auch nicht immer geradeaus. Und auch wenn ich innerlich geknickt bin, geht es doch immer irgendwie weiter. Nahezu geradeaus. Mit ein paar Hilfslinien am Firmament.
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Sonntag, 20. November 2011
Wolkenkuckucksheim
violinista, 18:54h
Ohne Frage: So sehr es mich auch mitnimmt: es tut mir gut. All die vielen Fragezeichen verwandeln sich in einen riesigen Vorrat kreativer Energie. Ich übe Geige, die Küche sieht passabel aus, mein Bewegungsdrang kennt keine Grenzen, ich ernähre mich vernünftig, die Pfunde purzeln.
Allmählich frage ich mich bereits, welcher Alien da von mir Besitz ergriffen hat. So kenne ich mich gar nicht. Egal. Es gefällt.
Was nicht gefällt, ist die Unzuverlässigkeit. Und der leise Verdacht, dass das Bild in meinem Kopf nicht der Realität entspricht. Aber wie denn auch? Wenn ich darauf angewiesen bin, mir aus klitzekleinen Realitätsfitzelchen ein Bild zurechtzubasteln?
Zurückhaltung? Outing? Das ist derzeit die Frage aller Fragen.
Und: Wenn es nicht mehr schäumt und brodelt in mir drin, ist es dann auch wieder vorbei mit all der kreativen Energie? Liege ich dann satt und zufrieden und glücklich auf der faulen Haut? Oder bin gar ohne jeglichen Elan, weil enttäuscht und frustiert und deprimiert?
Allmählich frage ich mich bereits, welcher Alien da von mir Besitz ergriffen hat. So kenne ich mich gar nicht. Egal. Es gefällt.
Was nicht gefällt, ist die Unzuverlässigkeit. Und der leise Verdacht, dass das Bild in meinem Kopf nicht der Realität entspricht. Aber wie denn auch? Wenn ich darauf angewiesen bin, mir aus klitzekleinen Realitätsfitzelchen ein Bild zurechtzubasteln?
Zurückhaltung? Outing? Das ist derzeit die Frage aller Fragen.
Und: Wenn es nicht mehr schäumt und brodelt in mir drin, ist es dann auch wieder vorbei mit all der kreativen Energie? Liege ich dann satt und zufrieden und glücklich auf der faulen Haut? Oder bin gar ohne jeglichen Elan, weil enttäuscht und frustiert und deprimiert?
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