Mittwoch, 14. Januar 2009
Mein Mikrowellentrauma
Der Schneemil blubbert im deckellosen Topf vor sich hin. Er wurde vorhin auf der Fahrt zur Schule von der Zweitklässlerin zu fest geknuddelt und gedrückt, daher hat er sich ungewollt aktiviert und wurde mir zur Wiederaufbereitung überlassen.
Ob das wohl auch in der Mikrowelle ginge? Immerhin ist der Schneemil ja ein geschlossenes Etwas, da muss man schon aufpassen. Bin dahingehend traumatisiert. Habe ich es schließlich doch schon einmal geschafft, eine Mikrowelle samt Inhalt in die Luft zu jagen.

Der Babytee sollte schnell noch kurz angewärmt werden vor unserem Ausflug. Die Zeit war knapp und der Flaschenwärmer bereits besetzt und alles war so hektisch und ich war auch irgendwie nicht so richtig bei der Sache und dachte nur darüber nach, ob das Saugerteil die Prozedur in der wohl Mikrowelle überstehen würde. Über dieser Frage vergaß ich vollkommen, auch daran zu denken, dass kein geschlossenes Behältnis je eine Mikrowelle von innen sehen sollte. Eigentlich wusste ich das nämlich. Und wurde auch bereits schon wenige Sekunden später durch einen lauten Knall wieder daran erinnert.
Die Mikrowellentür sprang auf und das zu einem kugeligen Etwas aufgeblasene Fläschchen flog einer Bombe gleich über den am Boden auf der Krabbeldecke stationierten Fünftklässer, der damals allerdings erst wenige Monate zählte, hinweg. Der Kindsvater im Nebenraum beendete unverzüglich sein Telefonat und eilte herbei. Für ihn hörte es sich an, als sei einer der Hängeschränke abgestürzt.
Sämtliche Flüssigkeit im längsseitig aufgeplatzten Kugelfläschchen war verdampft. Ein buntes Kabelgewirr schmückte den Innenraum des Mikrowellengeräts und seine vollkommen deformierte Tür ließ sich nie wieder schließen.

Der Anschaffung eines Neugeräts habe ich mich jahrelang verweigert und immer noch muss ich bei fast jeder Benutzung an den damaligen Vorfall denken.

Und den Schneemil lasse ich dann doch wohl lieber weiterhin im Topf.

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Hihi, Mannomann, da haben Sie aber Glück gehabt, daß nicht tatsächlich noch ein Hängeschrank zusätzlich dran glauben mußte.
Erinnert mich irgendwie an meine ersten Mikrowellengehversuche und die Sache, als ich Mal Brötchen in der Mikrowelle backen wollte und plötzlich roch es so verbrannt....

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Nett sind auch die Versuche mit Negerküssen....
Wir haben sehr lange mit der Anschaffung einer solchen Maschine gezögert. Und jetzt wollen wir nie nie mehr drauf verzichten. Auch wenn sie im gewissen Sinne sehr uncool ist. Und ganz sicher ist es auch nicht richtig, dass man ein Babynahrung drin aufwärmt. Aber manchmal.....

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Das Ding ist mir nach wie vor relativ unheimlich. Aber eben doch manchmal praktisch. Auch wenn unsere hier irgendwie doch etwas cooler im wahren Wortsinne erscheint als allgemein üblich. Mal eben schnell was auf dem Herd erhitzen dauert in der Regel bei mir auch nicht länger. In der Mikrowelle spart man halt den Topf.

Ach ja, die Sache mit den Negerküssen. Als ich noch bei Muttern wohnte, hatte sie davon irgendwie Wind bekommen und das hörte sich so spannend an, dass wir es unbedingt direkt ausprobieren mussten. Dumm nur, dass wir keine Mohrenköpfe im Haus hatten und es bereits abends war und damals die Geschäfte ja noch nicht so lange geöffnet hatten. So klapperten wir die Tankstellen ab und an der dritten (ob es sie wohl noch gibt?) wurden wir schließlich fündig. Aber die Mohrenkopfshow anschließend war leider nur halb so spektakulär wie erwartet, da Muttern keine Mikrowelle mit Drehteller besaß.
Bei der Erstklässlerin übrigens sind derzeit Nutellabananen der Renner. Sehen zwar scheußlich aus und machen dick, aber lecker sind die schon auch irgendwie.

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Jetzt bin ich aber neugierig: Was passiert denn mit den Mohrenköpfen? Und was sind Nutellabananen?

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Nun, die Mohrenköpfe wachsen gewissermaßen über sich hinaus. :-)
Und Nutellabananen? Banane, Nutella drauf und ab in die Mikrowelle. Am leckersten ist es, wenn die Banane in der Schale verbleibt. Natürlich muss man die Schale längs öffnen, um das Nutella draufmachen zu können. Und später muss die süße, heiße Matsche dann ausgelöffelt werden. Leichter zu essen ist es, wenn man die Banane schon vor der Mikrowelle komplett schält, halbiert und dann das Nutella draufmacht. Aber ich bilde mir ein, dass das so dann auch ein bisschen weniger aromtischer ist.

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Mein Projekt für das anstehende Wochenende. Die Kinder werden begeistert sein.
Mohrenköpfe zwischen zwei Brötchenhälften kommen übrigens auch gut.

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Hach, da kommen ganz verstaubte Erinnerungen an die Schulzeit wieder hoch! Mohrenkopfbrötchen! Die waren wirklich klasse. Zudem hatten sie bei uns an der Schule so einen kleinen Hauch von Illegalität, denn man bekam sie nur beim Bäcker, und um dorthin zu gelangen, musste man den Schulhof verlassen, was nur den Schülern der höheren Jahrgänge gestattet war. Irgendwann bin ich allerdings umgestiegen auf Kokosschokolade im Brötchen. Auch dies wurde natürlich beim illegalen Bäcker erworben.

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Kokosschokolade? Ih! Im Brötchen? Ich versuche das auch mal.
Wir müssen auf die gleiche Schule gegangen sein. Unser eigener Schulverkauf hatte nur diese widerlichen gesunden Dinge....

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Außer einem etwa halbjährlichen Projekt mit Schulmilch gab es bei uns überhaupt nichts zu kaufen. Müssen also wohl doch andere Schulen gewesen sein. ;-)
Gegenüber des Bäckerladens gab es übrigens auch noch einen Metzger für die herzhaften Tage, an denen es ein Mettbrötchen sein musste. Ohne Zwiebeln allerdings, darauf musste wegen der empfindlichen Banknachbarin Rücksicht genommen werden.
Und ein ganz besonderes Highlight waren die Chipstüten vom Kiosk. Vorzugsweise habe ich mir diese durch das Schreiben von Mathearbeiten für einen Mitschüler verdient.

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Ich war dann eher auf der Seite derjenigen, die gegen mit der Bezahlung durch Chips und anderen Kostbarkeiten wie Hanutas, Snickers (!) und Hariboprodukten entsprechende Dienstleistungen in Anspruch genommen haben.
Und ja, ganz offensichtlich waren es unterschiedliche Schulen. Die Mettbrötchen gab es auch beim Metzger in der Nähe, aber die Zwiebeln waren ein Muß!

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