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Sonntag, 20. April 2008
Das Märchen
violinista, 23:33h
Kurz vor Mitternacht musste Aschenputtel den Ball verlassen. Dem armen Mädel fiel dies leider erst sehr spät wieder ein, und so musste es in der letzten Minute wie blöde diese Treppe runterhechten und ihren Schuh verlieren.
Ruckediguh, ich verlier keinen Schuh.
Ich geh schon vor neun, und zwar geh ich heim.
Darfst gern von mir träum'n.
Ich brauch meine Ruh.
Ruckediguh, ich verlier keinen Schuh.
Ich geh schon vor neun, und zwar geh ich heim.
Darfst gern von mir träum'n.
Ich brauch meine Ruh.
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Samstag, 19. April 2008
My Bonny is over the Ocean
violinista, 14:09h
my bonny is over the ocean (MP3, 1,499 KB)
Das wohlbekannte Lied über eine Liebe auf Distanz in einer Fassung für Sopranblockflöte und Tenorukulele, interpretiert von der Erstklässlerin und ihrem Papa.
Das wohlbekannte Lied über eine Liebe auf Distanz in einer Fassung für Sopranblockflöte und Tenorukulele, interpretiert von der Erstklässlerin und ihrem Papa.
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Montag, 14. April 2008
Fundstück
violinista, 13:47h
In der Jackentasche habe ich es gestern Abend wiedergefunden. Ein kleines Fläschchen Apfelkorn, dessentwegen wir dann doch nicht mehr in dieser Piano-Bar vorstellig wurden. Stattdessen bekam ich eine Geschichte erzählt, die ausreichend Gründe dafür liefern sollte, den Apfelkornkonsum weitmöglichst einzuschränken. Für mich klang die Geschichte allerdings eher nach, hey, trinkste Appelkorn im Überfluss, kannste richtig was erleben, kannste Leute kennenlernen, und die rufen Jahrzehnte später immer noch mal an, und aus manchen von ihnen scheint sogar richtig was geworden zu sein.
Da wurde ich ein wenig neidisch und hatte den Eindruck, dass ich in meinem kleinen bescheidenen Leben noch nie so wirklich richtig was erlebt hätte. Kramte in meinen Erinnerungen, ob es denn da nicht auch eine erzählenswerte Geschichte gäbe, dachte kurz an die Geschichte mit dem Abendkleid und dem dunkelhäutigen Pianisten und wie ich mich gegen Ende der Veranstaltung immer mehr auf den Flügel stützen musste und gar nicht mitbekam, dass der Sänger auf der anderen Seite echt damit zu kämpfen hatte, ausreichend Gegengewicht zu erzeugen, damit ich das Klavier nicht komplett durch den Raum schob. Später landete ich irgendwann quietschvergnügt und singend in der Badewanne, aber in der Zeit dazwischen ging es mir wirklich einige Stunden so erbärmlich, dass die Lust, davon zu erzählen, nicht wirklich aufkommen wollte. Und an einige Dinge, die in den Tagen rundum passierten, wollte ich zudem nicht im geringsten erinnert werden.
Also erzählte ich von England und dem Erlebnis mit dem Bus.
Da wurde ich ein wenig neidisch und hatte den Eindruck, dass ich in meinem kleinen bescheidenen Leben noch nie so wirklich richtig was erlebt hätte. Kramte in meinen Erinnerungen, ob es denn da nicht auch eine erzählenswerte Geschichte gäbe, dachte kurz an die Geschichte mit dem Abendkleid und dem dunkelhäutigen Pianisten und wie ich mich gegen Ende der Veranstaltung immer mehr auf den Flügel stützen musste und gar nicht mitbekam, dass der Sänger auf der anderen Seite echt damit zu kämpfen hatte, ausreichend Gegengewicht zu erzeugen, damit ich das Klavier nicht komplett durch den Raum schob. Später landete ich irgendwann quietschvergnügt und singend in der Badewanne, aber in der Zeit dazwischen ging es mir wirklich einige Stunden so erbärmlich, dass die Lust, davon zu erzählen, nicht wirklich aufkommen wollte. Und an einige Dinge, die in den Tagen rundum passierten, wollte ich zudem nicht im geringsten erinnert werden.
Also erzählte ich von England und dem Erlebnis mit dem Bus.
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It's my Party
violinista, 02:09h
Diese Nacht gehört mir. Und auf dieser Party ganz für mich allein bin ich Gast und Gastgeberin zugleich. Wünsche werden von den Augen abgelesen und prompt bedient.
Ganz arg laut die Queen Songs mitschmettern? Kein Problem, geh und hol dir die Scheibe aus dem Auto und leg sie im Wohnzimmer auf. Ich hätte mit den anderen nach dem Konzert auch noch zum Italiener mitgehen können, aber diesen Abend brauche ich für mich. Unterwegs noch einen Döner aufgegriffen. Essen, Trinken und Musik, es ist mein Fest und ich tanze quer durchs Haus.
Es gibt Leute, die finden es total überkandidelt und unnatürlich, wenn Frauen, zumeist sind es Single-Frauen, sich in amerikanischen Filmen im Tanzschritt zwischen Spülmaschine und Badezimmer und weiteren Räumlichkeiten hin und her bewegen. Diese Leute behaupten dann, das sei ein ganz blöder Regie-Einfall, denn sowas mache doch eh niemand, aber hey, genau diesen Leuten möchte ich jetzt einmal sagen, doch, doch, es gibt durchaus Menschen, die das tun und ich beispielsweise bin einer von ihnen. Diese Leute, die den häuslichen Tanzschritt für einen Regie-Einfall aus Hollywood halten, sind zudem der festen Überzeugung, dass nicht das Leben, sondern die Leinwand der Ort ist, an dem es sich ziemt, über Gefühle zu sprechen.
Ein ganz blödes Gefühl ist es übrigens, wenn man sich auf der Überholspur befindet, sowohl beruflich als auch privat und emotional, und dann wird plötzlich die Bremse gezogen, ganz abrupt und unvermittelt.
Da habe ich mich doch neulich mal so richtig heftig auf die Nase gelegt und dann durfte ich die Füße hochlegen und musste buchstäblich erst mal wieder auf die Beine kommen. Allerdings darf ich wohl auf weitere Höhenflüge hoffen, denn immerhin bin ich diese Treppe hinauf gefallen, ja, hinauf. Inzwischen schmerzt das Knie kaum mehr und ich finde allmählich in mein altes Tempo zurück. Nun gilt es also nur noch, auch die emotionale Bremse zu lösen.
Und nun möchte ich schlafen. Ich beziehe das Bett und lege mir ein Zuckerchen aufs Kissen.
Schließlich bin ich Gast in meinem Haus in dieser Nacht.
Gute Nacht.
Ganz arg laut die Queen Songs mitschmettern? Kein Problem, geh und hol dir die Scheibe aus dem Auto und leg sie im Wohnzimmer auf. Ich hätte mit den anderen nach dem Konzert auch noch zum Italiener mitgehen können, aber diesen Abend brauche ich für mich. Unterwegs noch einen Döner aufgegriffen. Essen, Trinken und Musik, es ist mein Fest und ich tanze quer durchs Haus.
Es gibt Leute, die finden es total überkandidelt und unnatürlich, wenn Frauen, zumeist sind es Single-Frauen, sich in amerikanischen Filmen im Tanzschritt zwischen Spülmaschine und Badezimmer und weiteren Räumlichkeiten hin und her bewegen. Diese Leute behaupten dann, das sei ein ganz blöder Regie-Einfall, denn sowas mache doch eh niemand, aber hey, genau diesen Leuten möchte ich jetzt einmal sagen, doch, doch, es gibt durchaus Menschen, die das tun und ich beispielsweise bin einer von ihnen. Diese Leute, die den häuslichen Tanzschritt für einen Regie-Einfall aus Hollywood halten, sind zudem der festen Überzeugung, dass nicht das Leben, sondern die Leinwand der Ort ist, an dem es sich ziemt, über Gefühle zu sprechen.
Ein ganz blödes Gefühl ist es übrigens, wenn man sich auf der Überholspur befindet, sowohl beruflich als auch privat und emotional, und dann wird plötzlich die Bremse gezogen, ganz abrupt und unvermittelt.
Da habe ich mich doch neulich mal so richtig heftig auf die Nase gelegt und dann durfte ich die Füße hochlegen und musste buchstäblich erst mal wieder auf die Beine kommen. Allerdings darf ich wohl auf weitere Höhenflüge hoffen, denn immerhin bin ich diese Treppe hinauf gefallen, ja, hinauf. Inzwischen schmerzt das Knie kaum mehr und ich finde allmählich in mein altes Tempo zurück. Nun gilt es also nur noch, auch die emotionale Bremse zu lösen.
Und nun möchte ich schlafen. Ich beziehe das Bett und lege mir ein Zuckerchen aufs Kissen.
Schließlich bin ich Gast in meinem Haus in dieser Nacht.
Gute Nacht.
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