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Sonntag, 1. Februar 2009
Ein glücklicher Moment
violinista, 12:33h
Schon die Art und Weise, wie er den Kirchenraum betrat, war auffallend gewesen. Leicht tänzelnd stolzierte er mit einer Literflasche Cola in der Hand zu den mittleren Bankreihen. Nicht ohne sich noch einmal gründlich die Hose samt Gürtel ordentlich zurechtzurücken, bevor er Platz nahm. Offenen Mundes beobachtete er die Orchesterprobe eine Weile, um dann nach vorne zu kommen und Fragen zu stellen nach dem bevorstehenden Konzert und insbesondere nach der Orgel. Und ob auch er mal dirigieren dürfe.
Voller Pathos lehnte er sich leicht zurück, bewegte den für ihn ungewohnten Stab in seiner Hand ganz so, wie er es zuvor bei dem Dirigenten beobachtet hatte und war entzückt darüber, wie sich der orchestrale Klang unter seiner Hand entfaltete. Ein sichtlich glücklicher Moment.
Aber wer denn nun die Orgel spielen würde im Konzert, hakte er noch einmal nach. Musik in der Kirche ohne Orgel schien ihm unvorstellbar. Dennoch bekräftigte er sein Vorhaben, zum Konzert unbedingt wiederkommen zu wollen.
Ob er wohl kommen wird zum heutigen Konzert? Ob er wieder die Führung übernehmen wollen wird? Ob er gar lautstark dafür plädieren wird, die Orgel doch noch mit einzubeziehen?
Wir lassen uns überraschen.
Und ob ihm wohl geglaubt wurde, sollte er jemandem davon erzählt haben, er habe ein ganzes Orchester dirigiert?
Voller Pathos lehnte er sich leicht zurück, bewegte den für ihn ungewohnten Stab in seiner Hand ganz so, wie er es zuvor bei dem Dirigenten beobachtet hatte und war entzückt darüber, wie sich der orchestrale Klang unter seiner Hand entfaltete. Ein sichtlich glücklicher Moment.
Aber wer denn nun die Orgel spielen würde im Konzert, hakte er noch einmal nach. Musik in der Kirche ohne Orgel schien ihm unvorstellbar. Dennoch bekräftigte er sein Vorhaben, zum Konzert unbedingt wiederkommen zu wollen.
Ob er wohl kommen wird zum heutigen Konzert? Ob er wieder die Führung übernehmen wollen wird? Ob er gar lautstark dafür plädieren wird, die Orgel doch noch mit einzubeziehen?
Wir lassen uns überraschen.
Und ob ihm wohl geglaubt wurde, sollte er jemandem davon erzählt haben, er habe ein ganzes Orchester dirigiert?
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Donnerstag, 29. Januar 2009
Was tun des Nachts?
violinista, 00:52h
Was tun, wenn man angeschiggert von der Probe heimkehrt, weil die alte Dame aus Frankreich zu einem Umtrunk geladen hatte?
Einen dummen Gästebucheintrag hinterlassen.
Jemanden anrufen? Nein, dafür ist es zu spät?
Ich könnte rausgehen und Mülltonnen vertauschen. Und dann die Sache immer gut im Auge behalten. Mal sehen, wann die Nachbarn es merken.
Üben, singen, komponieren?
Weitertrinken? Immerhin ist noch genügend Wein da.
Die Kinder wecken und einen lustigen Spieleabend veranstalten?
Reste essen von heut Mittag? Ohne Hunger und ganz allein?
Nichts von alledem.
Es wird einfach darauf hinauslaufen, ganz schnöde ein paar Seiten in dem Buch zu lesen bis mir die Augen zufallen. Aber immerhin waren da ein paar verrückte Ideen im Kopf.
Einen dummen Gästebucheintrag hinterlassen.
Jemanden anrufen? Nein, dafür ist es zu spät?
Ich könnte rausgehen und Mülltonnen vertauschen. Und dann die Sache immer gut im Auge behalten. Mal sehen, wann die Nachbarn es merken.
Üben, singen, komponieren?
Weitertrinken? Immerhin ist noch genügend Wein da.
Die Kinder wecken und einen lustigen Spieleabend veranstalten?
Reste essen von heut Mittag? Ohne Hunger und ganz allein?
Nichts von alledem.
Es wird einfach darauf hinauslaufen, ganz schnöde ein paar Seiten in dem Buch zu lesen bis mir die Augen zufallen. Aber immerhin waren da ein paar verrückte Ideen im Kopf.
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Montag, 26. Januar 2009
Der Pessimist
violinista, 23:03h
Er suchte das Haar in der Suppe und fand einen Wurm.
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Wirres Zeug vom Montag
violinista, 22:54h
Bei dem Essen werde ich die Du-Schnittstelle sein.
Sich ohne Verabredung in einer Großstadt sechs Mal zufälllig über den Weg zu laufen, ist schon fast eine unheimliche Angelegenheit.
Perlen, Säue,
Telefonauskunft.
Und der Saxofonist mit Silke.
Sich ohne Verabredung in einer Großstadt sechs Mal zufälllig über den Weg zu laufen, ist schon fast eine unheimliche Angelegenheit.
Perlen, Säue,
Telefonauskunft.
Und der Saxofonist mit Silke.
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