Sonntag, 1. März 2009
So viel vielleicht
Vielleicht ein Lied, vielleicht ein kryptischer Text, vielleicht auch sehr detailgetreu, ich weiß noch nicht wie, aber das alles muss mal raus. Besser heut als morgen. Und mehr als nur Andeutungen. Vielleicht böse, vielleicht aber auch einfach nur lieb und traurig und verständnisvoll. Neutral wird wohl eher nicht möglich sein.

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Mittwoch, 25. Februar 2009
Die Du-Schnittstelle
Seltsam, wenn die anderen sich alle siezen und man selbst ist der Überraschungsgast und mit allen aus unterschiedlichststen Gründen per Du, und die siezen sich konsequent alle weiter, und man selbst hat rein sprachlich eine kleinere Distanz und fühlt sich dennoch nicht so richtig zugehörig, sondern wie ein Kind als Gast in der Welt der Großen.

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Per Pedes
Wenn man nach ich bin gelaufen sucht, landet man also bei mir. Hätte ich so jetzt nicht vermutet.

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Flashback
Im Autoradio die Musik von früher und plötzlich diese unbändige Lust auf Klammerblues tanzen auf der Klassenparty. Oh, wie ich ihn hasste, diesen Jungen, der neu in unsere Klasse kam. Gleich zwei Superlative musste ich an ihn abtreten. Ich war sowohl die Jüngste gewesen als auch die Letzte im Alphabet, und nun kam er, und er begann mit Z und sein Geburtstag war später noch als meiner, und ich konnte ihn nicht leiden und auch seine Späße nicht. Aber Klammerblues zu tanzen mit ihm genoss ich sehr. Eng umschlungen sich endlos mit ihm im Kreise drehen, denn er roch nach Milch, nach süßer Milch, sein ganzer Pullover roch danach oder vielleicht waren es auch die Haare. Mein Kopf an seiner Schulter, ganz nah, und er roch so gut, so süß, so weich, so friedlich.

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Dienstag, 24. Februar 2009
Ein Shoppingversuch
"Ist bei Ihnen alles in Ordnung mit den Größen oder darf ich Ihnen noch etwas bringen?"
Ein freundlicher Ton, dennoch macht mich diese Frage wütend. Eine Entweder-Oder-Frage, die sich so doch gar nicht beantworten lässt für mich. Für mich ist es eine Und-Frage. Nein, die Größen sind nicht in Ordnung, und nein, Sie dürfen mir auch nichts anderes mehr bringen. Denn ich habe bereits die größten Sachen, die bei Ihnen rumhängen, hier in die Kabine geschleift und die sind alle zu klein. Ok, die Hose nicht, die schlabbert sogar ganz komisch und wirft Falten, aber vor allem brauche ich ein Oberteil und ich bezweifle zudem stark, dass die Hose sich in einer kleineren Ausführung besser an mir machen würde.
Ach, Sie können mich mal alle! Und was sehe ich im Spiegel? Bauch, Bauch, Bauch!
Ein zweiter Versuch woanders läuft auch nicht besser.
Na, dann kauf ich mir wenigstens einen neuen Schlafanzug. Wer warm und kuschelig und lange schläft, nimmt nicht so leicht zu, habe ich mal gehört. Aber hey, in all den Teilen würd ich mich zu Tode frieren. Haben die denn keine Schlafanzüge für Leute, die niemanden zum wärmen haben in der Nacht? Und wo sind nur die guten alten Bündchen geblieben? Ohne die Bündchen rutschen die Hosen bei mir immer komplett nach oben. Ich mag nicht frieren, Mann, Mann, Mann!
Also ohne Schlafanzug nach Hause.
Und ohne Oberteil.
Verordne mir kiloweise Erdbeeren. Kann aber natürlich heute nirgends welche auftreiben.
Doof, doof, doof.

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