Mittwoch, 11. November 2009
Verstockt
Da Frau Novemberregen befürchtet, ich könnte schmollen andernfalls, bezog sie mich mit ein in den Reigen.

Et voilà:

1. Sechs Namen, auf die du hörst
1. Auf den skandinavischen. Aussprache wurscht.
2. Frau Vau.
3. Frau R.
4. Frau W.
5. Frau Konzertmeisterin. Alternativ auch zweite Geige, letztes Pult. Bin da variabel.
6. Mama.

2. Drei Dinge, die du gerade trägst
1. Einen zu engen BH.
2. Zu große Schuhe.
3. Die falschen Kontaktlinsen. Weil zu spät nachbestellt.

3. Drei Dinge, die du dir wünscht
1. Einen Laptop.
2. Einen Fernseher.
3. Ein Aufnahmegerät.
4. Eine neue Küche.
5. Eine E-Geige.
6. Drei Wünsche sind doch viel zu wenig für diese Welt!

4. Drei Dinge, die du gestern, gestern Nacht und heute getan hast.
1. Sushi gegessen, welches in kleinen Bötchen im Kreis fuhr.
2. Freecell gespielt. Was sonst?
3. Soeben den zu engen BH ausgezogen. Muss ja heute nimmer aus dem Haus. (Ah doch. Mitten in der Nacht noch. Aber da sieht mich keiner.)

5. Zwei Dinge, die du heute gegessen hast
1. Passionsfrucht.
2. Kokosjoghurt.

6. Zwei Leute, mit denen Du zuletzt telefoniert hast
1. Mit dem Sechstklässler. Weil er mit geplatztem Reifen auf der Autobahn stand.
2. Mit dem Tango-Urologen. Behauptet jedenfalls mein Handy. Verbindung kam aber nicht zustande.

7. Zwei Dinge, die du morgen tun wirst
1. Einen anderen BH anziehen.
2. Unterrichten.

8. Drei Lieblingsgetränke
1. Averna.
2. Cognac.
3. Weizenbier.

Da auch ich kein Muster hierin erkennen kann, weiß ich nun auch nicht, an wieviele Personen dies hier weitergereicht werden soll. Es nehme sich also, wer immer ihn mag, diesen Kelch.

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Sonntag, 8. November 2009
Hätte ich so jetzt auch nicht vermutet
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Mehr Infos zum Film Away we go - Auf nach Irgendwo

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Samstag, 7. November 2009
Lonely Friday
Alle vierzehn Tage wiederholt es sich. Im Vorhinein plane ich dies und das und jenes und welches für mein kinderfreies Wochenende, um das in den letzten zwei Wochen brachliegende Nachtleben zu reaktivieren.
Doch was passiert, sind dann erst die Kinder aus dem Haus?
In der Gewissheit keinen dieser Streits schlichten zu müssen, ziehe ich mir eine Trash-TV-Sendung nach der anderen rein. Und genieße, dass keiner zwischendurch ankommt mit diesem oder jenem Problem. Selbst das Telefon wird ignoriert. Der Fernseher und ich bleiben ganz unter uns. Lose abgemachte Verabredungen für den Abend werden abgesagt oder in letzter Zeit eigentlich schon gar nicht mehr getroffen. Ich brauche diesen lonely Friday für mich ganz allein.
Heute ist Samstag. Heute ist alles anders. Heute bin ich ausgeruht und unternehmungslustig. Doch heute sind die beiden Freundinnen noch zu erschöpft von gestern und zu mehr als einem nachmittäglichem Kaffee nicht in der Lage. Statt Kino oder Kneipe also ein neues Oberteil. Die ersten drei Versuche verwandeln mich in eine Wurst, ich disponiere um und erstehe ein Parfum.
Ein weiterer Fernsehabend folgt.
Aber ganz wunderbar riechen werde ich dabei.

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